Zunächst wohl schwächer, auf Wochensicht aber dennoch seitwärts
Die Stabilisierungsbemühungen der weltweit wichtigsten Regierungen und Notenbanken
sollten zunächst die Kurse von Bunds und US-Treasuries etwas belasten.
Aber spätestens ab Mitte nächster Woche dürften die sehr schwachen
Konjunkturdaten diesen Effekt auffangen. Daher raten wir auf Wochensicht zu einer
neutralen Positionierung. Am kurzen Ende der Bundkurve sehen wir jedoch Chancen
auf Kursgewinne überwiegen, da die EZB-Zinssenkungserwartungen weiter
zunehmen könnten.
Das Treffen der G7-Zentralbanker und Finanzminister am Wochenende sollte die Nachfrage
nach der Sicherheit von Bunds und US-Treasuries zunächst wohl auf weiter hohem Niveau
etwas abflauen lassen. Derzeit scheinen die Verantwortlichen solche Treffen nicht auslassen
zu wollen, um ihre Bereitschaft auszudrücken, mit allen Mitteln zur Beruhigung der
Lage an den Finanzmärkten beizutragen.
Das konjunkturelle Umfeld hingegen dürfte sich gemäß den ab Mitte nächster Woche zur
Veröffentlichung anstehenden Daten weiter verschlechtern. Neben den ersten Indikatoren
zur Stimmungslage im Verarbeitenden Gewerbe in den USA für Oktober, die deutlich
schwächer erwartet werden, dürfte auch das Verbrauchervertrauen deutlich nachgegeben
haben. Baubeginne und Baugenehmigungen sollten darauf hindeuten, dass die Talfahrt im
US-Wohnungsbau noch immer nicht zu Ende ist. Einmal mehr enttäuschende Daten zur
Industrieproduktion, zur Kapazitätsauslastung und zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung
runden das Bild ab, dass die amerikanische Wirtschaft mehr als stark angeschlagen
ist.
Das Abschwächen der Flucht in die Qualität sollte bei Bunds und US-Treasuries die stützende
Wirkung der besseren fundamentalen Rahmenbedingungen zunächst etwas überwiegen.
Jedoch sollten die Renditen zehnjähriger Bunds bzw. US-Treasuries nicht über
4,0% bzw. 3,85/90% anziehen. Hierfür spricht auch, dass das aktuelle Leitzinsniveau nach
der Zinssenkung der EZB nicht mehr als zu teuer einzustufen ist. Ab Mitte
nächster Woche dürfte das Pendel aber wohl wieder in die andere Richtung ausschlagen,
sprich Bunds und US-Treasuries zu höheren Preise verhelfen. Die Marktteilnehmer dürften
von der EZB rasch weitere Zinssenkungen erwarten. Daher sehen wir am kurzen Ende der
Bundkurve die Chancen auf weitere Kursgewinne und somit eine noch steilere Kurve
überwiegen.
Pressekonferenzen 12. März 2007 (IfW-Konjunkturprognose für März) 23. November 2006 (Ifo-Geschäftsklima-Index für November) 12. Oktober 2001 (Einzelhandelsumsätze für August) 11. September 2001 (Handelsbilanz für Juli)
Wirtschaftsdaten 21. November 2008 (Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen für November) 21. November 2008 (Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe für November) 20. November 2008 (ifo Weltwirtschaftsklima für das 4. Quartal) 20. November 2008 (Erzeugerpreise für Oktober) 19. November 2008 (Baugenehmigungen für die ersten drei Quartale) 14. November 2008 (DIW Konjunkturbarometer für November) 14. November 2008 (Verbraucherpreise für Oktober) 13. November 2008 (EZB Monatsbericht für November) 13. November 2008 (BIP für das 3. Quartal) 12. November 2008 (IEA The World Energy Outlook)