Chance auf höhere Kurse am Eurozone-Rentenmarkt
Die Tendenz zu niedrigeren Kursen sollte vorerst gestoppt sein. Eine sich auf eine
neutrale Position zurückziehende EZB sowie ein unverändert schwacher USArbeitsmarkt
sollten die Zinserhöhungserwartungen dies- und jenseits des Atlantiks
vorerst auf kleiner Flamme kochen lassen. Die Chance liegt unseres Erachtens vor
allem am Eurozone-Rentenmarkt nun in höheren Kursen.
Die Würfel sind wohl vorerst gefallen, und die Grenze zu noch höheren Renditen wurde
nicht überschritten. Die EZB hat sich wieder auf eine neutrale Position zurückgezogen und
es ist fraglich, ob sie die geldpolitischen Zügel selbst bei weiter anziehenden Inflationsraten
weiter anhebt, so lange diese hauptsächlich die Verteuerung von Energie und Nahrungsmitteln
reflektieren. Die EZB ist zwar hinsichtlich des Wachstums zuversichtlich, sieht aber
diesbezüglich nur Abwärts- und keine Aufwärtsrisiken. Die Zinserhöhungserwartungen sind
wieder entscheidend gedämpft worden. Auch der Arbeitsmarktbericht aus den USA sollte
dazu beigetragen haben, dass die Zinserhöhungserwartungen vorerst gedämpft bleiben.
Der Beschäftigungsabbau verliert nicht an Dynamik, und die Arbeitslosenquote verharrt auf
ihrem Hoch im aktuellen Abschwung von 5,5%.
Angesichts eines mehr oder weniger an bedeutenden Ereignissen leeren Kalenders rechnen
wir für die nächste Woche mit keiner erneuten Neuausrichtung der Kursentwicklung.
So ist die unverändert sehr getrübte Stimmung der Konsumenten tendenziell marktpositiv.
Der entsprechende Indikator der University of Michigan steht aber erst zum Ausklang der
nächsten Woche an. Zuvor könnten nur die Verkäufe von bestehenden US-Eigenheimen
noch eine gewisse Marktwirkung entfalten. Ihr überraschend kräftiger Anstieg im April
(+6,3%) hatte zu Kursverlusten geführt. Die nun vorhergesagte deutliche Korrektur dieses
Anstiegs sollte Überlegungen, dass am US-Markt für Wohnimmobilien nun der Abwärtstrend
gestoppt ist, wieder mehr in den Hintergrund drängen. Die Reden der Fed-Mitglieder
werden nur dann Aufmerksamkeit erregen, wenn sie-was wir für unwahrscheinlich halten
-eindeutige Hinweise zur weiteren US-Zinspolitik geben.
Bei Bunds und US-Treasuries sollte die Chance auf Kursgewinne das Abwärtsrisiko überwiegen.
Dies gilt insbesondere am Eurozone-Rentenmarkt, so dass wir neben einem Versteilen
der Eurozone-Swapkurve über das kurze Ende mit einer Verringerung der
Zinsdifferenz zwischen Bunds und US-Treasuries im Zehnjahresbereich rechnen.
Pressekonferenzen 12. März 2007 (IfW-Konjunkturprognose für März) 23. November 2006 (Ifo-Geschäftsklima-Index für November) 12. Oktober 2001 (Einzelhandelsumsätze für August) 11. September 2001 (Handelsbilanz für Juli)
Wirtschaftsdaten 11. September 2008 (Großhandelspreise für August) 10. September 2008 (DIW Konjunkturbaromter für September) 09. September 2008 (Insolvenzen 1. Halbjahr 2008) 09. September 2008 (Außenhandelszahlen für Juli) 08. September 2008 (Rohstahlproduktion für August) 08. September 2008 (Arbeitskostenindex für das 2. Quartal) 08. September 2008 (Umsatzindex im Verarbeitenden Gewerbe für Juli) 22. August 2008 (Daten zum Bauhauptgewerbe für Juni) 21. August 2008 (Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor für August) 21. August 2008 (Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes
Gewerbe für August)