Dollarstärke hält an
Der Dollar neigt weiterhin zur Stärke. Da der Optimismus des Marktes für die US-Wirtschaft
momentan noch reine Phantasie ist, kann er derzeit auch kaum durch
schwache „harte“ Daten enttäuscht werden. Vor diesem Hintergrund dürfte der
Dollar eventuelle Enttäuschungen beim Verbrauchervertrauen und dem
Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter in der kommenden Woche gut
wegstecken. Die Daten aus dem Euroraum werden EUR-USD weiterhin nicht
unterstützen. Somit spricht einiges dafür, dass die Abwärtsbewegung in EUR-USD
zunächst bis 1,44 weitergeht.
Obwohl sich EUR-USD per saldo letzte Woche kaum bewegte, ist die Dollarstärke nach
wie vor kaum übersehbar. Dabei richtet sich der Blick des Marktes immer weniger
auf die niedrigen Dollar-Zinsen, sondern es rücken zunehmend die Perspektiven für
eine wirtschaftliche Erholung in den USA in den Mittelpunkt. Dieser Regimewechsel wird
auch von den jüngsten Berechnungen unserer Modelle (siehe Hotspot vom 21.8.) bestätigt.
Allerdings ist der Optimismus für die US-Wirtschaft momentan noch reine Phantasie.
Zweifelsohne dürften die zurückliegenden Zinssenkungen der Fed in den kommenden
Quartalen zunehmend ihre Wirkung entfalten, die bisherigen Datenveröffentlichungen
spiegeln dies aber noch nicht wieder. Dies heißt aber auch, dass dieser Optimismus durch
zunächst weiterhin schwache „harte“ Daten auch nicht nachhaltig erschüttert werden
dürfte.
EUR-USD dürfte damit in der kommenden Woche kaum von eventuell enttäuschenden US-Daten
profitieren. Sowohl beim Verbrauchervertrauen des Conference Board als auch bei
den Auftragseingängen langlebiger Wirtschaftsgüter erwarten wir eher eine Enttäuschung.
Auch der Einkaufsmanagerindex aus dem Großraum Chicago dürfte unter den Erwartungen
liegen. Dennoch rechnen wir damit, dass der Abwärtstrend von EUR-USD zunächst weiter
anhält. Die allgemein erwartete Gegenbewegung nach dem kräftigen Rückgang der letzten
Wochen (von 1,56 bis 1,4650) scheint mit der Korrektur auf 1,48 bereits beendet zu sein.
EUR-USD dürfte zunächst weiter nachgeben. Die nächste große Unterstützungszone befindet
sich im Bereich um 1,44. Diese sollte vorerst nicht unterschritten werden.
Pressekonferenzen 12. März 2007 (IfW-Konjunkturprognose für März) 23. November 2006 (Ifo-Geschäftsklima-Index für November) 12. Oktober 2001 (Einzelhandelsumsätze für August) 11. September 2001 (Handelsbilanz für Juli)
Wirtschaftsdaten 21. November 2008 (Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen für November) 21. November 2008 (Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe für November) 20. November 2008 (ifo Weltwirtschaftsklima für das 4. Quartal) 20. November 2008 (Erzeugerpreise für Oktober) 19. November 2008 (Baugenehmigungen für die ersten drei Quartale) 14. November 2008 (DIW Konjunkturbarometer für November) 14. November 2008 (Verbraucherpreise für Oktober) 13. November 2008 (EZB Monatsbericht für November) 13. November 2008 (BIP für das 3. Quartal) 12. November 2008 (IEA The World Energy Outlook)