Am Donnerstag starteten die amerikanischen Aktienmärkte zunächst freundlicher in den Handel, um dann im Zuge schwächerer Konjunkturdaten wieder ins Minus abzurutschen. Die US-Industrie hatte im zuletzt ausgewerteten Monat April weniger gut zu tun als erwartet. Die Bestellungen lagen mit einem Zuwachs zum Vormonat von 1,2 Prozent hinter den Prognosen zurück. Bei den Dienstleistern stagnierte die Stimmung sogar, wo die Experten mit einer deutlichen Aufhellung gerechnet hatten. Auch die Sorgen um die Schwäche der Euro-Zone lastete auf der Stimmung. Dennoch bestimmte auch die Hoffnung das Geschehen, dass die am Freitag erscheinenden Arbeitslosenzahlen für Mai eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage signalisieren könnten. Die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ging jedoch nicht so stark zurück wie erhofft. Bei Ford ging es aufwärts, nachdem der zweitgrößte US-Autohersteller im Mai abermals Marktanteile dazugewonnen hatte. Er hatte fast ein Viertel mehr Autos verkauft als im gleichen Monat des Krisenjahres 2009. Der Kurs von JPMorgan ging dagegen zurück, nachdem die britische Finanzaufsicht der Investmentbank eine Rekordstrafe aufgebrummt hatte, weil sie das Geld von Kunden jahrelang nicht klar genug von ihrem eigenen getrennt hatte. Der Chiphersteller Texas Instruments profitiert von einem weiterhin boomenden Halbleiter-Markt. Beim Warenhausbetreiber Costco Wholesale sorgten dagegen enttäuschende Umsatzzahlen für den Mai für Kursabschläge. Auch andere Handelsunternehmen konnten im zurückliegenden Monat die Kunden nicht so stark begeistern wie erhofft. Moderate Verluste gab es auch bei General Electric. Der Mischkonzern will zusammen mit dem japanischen Handelshaus Itochu in große Windkraft- und andere Projekten aus dem Bereich Erneuerbare Energien investieren. Insgesamt litten besonders die Bankaktien unter der schlechten Stimmung, während die Technologietitel gefragt waren. Am Ende konnten die Standardwerte dann aber wieder leicht zulegen. Die Hoffnung auf eine Aufhellung der wirtschaftlichen Lage überwog dabei. Die High Techs verzeichneten am Ende dagegen deutlichere Gewinne.
Geschäftszahlen 17. November 2009 (Industrieproduktion für Oktober)
Pressekonferenzen 28. November 2007 (Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter für Oktober) 02. Oktober 2001 (Sitzung der Notenbank)
Wirtschaftsdaten 10. August 2010 (Fed Zinsentscheid) 10. August 2010 (Großhandelszahlen für Juni) 10. August 2010 (Produktivität und Kosten für das 2. Quartal) 03. August 2010 (Schwebende Hausverkäufe für Juni) 03. August 2010 (Persönliche Einkommen und Ausgaben für Juni) 02. August 2010 (ISM-Index verarbeitendes Gewerbe für Juli) 02. August 2010 (Bauausgaben für Juni) 30. Juli 2010 (Verbrauchervertrauen der Uni Michigan für Juli) 30. Juli 2010 (Chicagoer Einkaufsmanagerindex für Juli) 30. Juli 2010 (BIP für das 2. Quartal)