Zur Wochenmitte bestimmten gute Unternehmensnachrichten und enttäuschend ausgefallene Konjunkturdaten das Geschehen an den amerikanischen Aktienmärkten. Im Juni waren die Umsätze der Einzelhändler stärker als erwartet gesunken. Statt eines Rückgangs um 0,2 Prozent hatte das Minus bei 0,5 Prozent gelegen. Zudem haben die Außenhandelspreise im Juni einen Rückgang verzeichnet. Demnach verringerten sich die Exportpreise im Vormonatsvergleich um 0,2 Prozent. Ferner fielen die Importpreise um 1,3 Prozent. Die Lagerbestände in den Industrie- und Handelsunternehmen wiesen im Mai nur einen leichten Anstieg aus. Der weltgrößte Chiphersteller Intel hatte im zweiten Quartal dank eines überaus kräftigen Umsatz- und Gewinnsprungs die Ewartungen der Analysten übertroffen. Intel rechnet auch für die kommenden Monate mit einer starken Nachfrage. Die Chemie-Titel reagierten unterschiedlich auf eine negative Analystenmeinung. Goldman Sachs hatte die Bewertung für den gesamten Sektor gesenkt. Die Aktien von Motorola konnten mehr als 3 Prozent zulegen. Der Netzwerkausrüster Nokia Siemens Networks hat einem Zeitungsbericht zufolge ein Auge auf das Ausrüstergeschäft des Unternehmens geworfen. Die Drugstore-Kette Walgreen hatte zudem eine Dividendenerhöhung angekündigt. Unter Druck standen dagegen auch die Aktien von Baukonzernen, nachdem Goldman Sachs den gesamten Sektor abgestuft hatte. So zeichnete sich im Tagesverlauf keine einheitliche Tendenz ab. Am Abend hatte sich dann auch die US-Notenbank weniger optimistisch zum Wachstum der heimischen Wirtschaft im laufenden und kommenden Jahr geäußert. Angesichts der leicht verschlechterten Aussichten wurde die Wachstumsprognose für die US-Wirtschaft gesenkt. Für das laufende Jahr 2010 erwartet die Notenbank einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 3,0 bis 3,5 Prozent. Dennoch konnten die Indizes im späten Handel ihre Verluste wieder ausgleichen und schlossen den Tag leicht im Plus.
Geschäftszahlen 17. November 2009 (Industrieproduktion für Oktober)
Pressekonferenzen 28. November 2007 (Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter für Oktober) 02. Oktober 2001 (Sitzung der Notenbank)
Wirtschaftsdaten 10. August 2010 (Fed Zinsentscheid) 10. August 2010 (Großhandelszahlen für Juni) 10. August 2010 (Produktivität und Kosten für das 2. Quartal) 03. August 2010 (Schwebende Hausverkäufe für Juni) 03. August 2010 (Persönliche Einkommen und Ausgaben für Juni) 02. August 2010 (ISM-Index verarbeitendes Gewerbe für Juli) 02. August 2010 (Bauausgaben für Juni) 30. Juli 2010 (Verbrauchervertrauen der Uni Michigan für Juli) 30. Juli 2010 (Chicagoer Einkaufsmanagerindex für Juli) 30. Juli 2010 (BIP für das 2. Quartal)