Der Bund-Future hat gegenüber dem Wochenbeginn leichte Kursverluste erlitten. Nach der mit Spannung erwarteten Rede von Alan Greenspan am Dienstag Abend kam es an den Anleihenmärkten zu einem kräftigen Zinsanstieg. Der Chef der US-Notenbank hatte die Märkte auf eine Wende in der US-Zinspolitik vorbereitet. Bei seiner Rede vor dem US-Kongress am Mittwoch relativierte er seine Aussagen etwas und sorgte damit für eine leichte Erholung an den Bond-Märkten. Nachdem Greenspan mehrmals von einer bevorstehenden Zinserhöhung gesprochen hat, erwartet Karlheinz Pfeiffer, Chefrentenhändler an der Stuttgart Börse diese nun auch in den nächsten 6 Monaten. ?Wir gehen allerdings von einer leichten Zinserhöhung der Fed aus um die Konjunktur nicht zu belasten. Diese dürfte in den aktuellen Kursen auch meist eingepreist sein?, so Pfeiffer.
Die Emerging-Markets-Anleihen mussten in den vergangenen Tagen weitere Kursverluste hinnehmen. ?Dahinter steckt die Befürchtung, dass die Anleger bei einem Anstieg der Zinsen in US-Bonds umschichten? so Pfeiffer. Der US-Dollar profitierte gegenüber anderen Währungen von der Zinserhöhungsphantasie in den USA.
Anlegertrends:
Der Automobilhersteller Daimler Chrysler gab am Donnerstag Abend bekannt aus seinem Engagement bei dem angeschlagenen japanischen Partner Mitsubishi Motors auszusteigen. Anleihen und Aktie des Stuttgarter Unternehmens reagierten auf die Nachrichten mit kräftigen Kursgewinnen.
Die Anleihen der Automobilhersteller General Motors und Ford konnten in den vergangenen Tagen Kursgewinne verzeichnen. Grund hierfür waren die von beiden Unternehmen angehobenen Gewinnerwartungen für das laufende Geschäftsjahr. In Folge der besseren Perspektiven kam es zu Spreadeinengungen. ?Das bedeutet das der Renditevorsprung gegenüber vergleichbaren Bundesanleihen geringer wurde?, so Pfeiffer.
Die Ratingagentur Standard & Poor?s (S&P) hat am Mittwoch das Langfrist-Rating des Technologiekonzerns Jenoptik von ?BB-? auf B+ zurückgestuft und mit negativer Implikation versehen. S&P begründete die Entscheidung mit der schwächer als erwarteten Cash-Flow-Generierung im Jahr 2003. In Folge der Herabstufung und der veröffentlichten, schlechten Bilanzergebnisse fürs Jahr 2003 musste die Anleihe des Unternehmens kräftige Kursverluste und Spreadausweitungen hinnehmen (WKN: 821812, ISIN:XS0178552716).
Seit Donnerstag, den 22.04.2004, wird an der Stuttgarter Börse eine neue VW-Anleihe gehandelt (WKN: A0AXRU, ISIN: XS0189747545). Das Papier ist mit einem Kupon von 1,5 Prozent ausgestattet und läuft bis zum 07.04.2006. ?Aufgrund der Notierungen unter pari ist die Anleihe besonders für steuerorientierte Anleger interessant?, so Karlheinz Pfeiffer.
Ab Dienstag, den 27.04.2004, ist an der Stuttgarter Börse ein neuer Jumbo-Pfandbrief der KFW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) handelbar (WKN: 276093, ISIN: DE0002760931). Der Kupon beträgt 4,25 Prozent, die Benchmark-Anleihe läuft bis zum 04.07.2014. Die Ratingagenturen Moody?s und Standard & Poor?s beurteilen die Bonität mit ?AAA? bzw. ?Aaa? und vergeben damit die bestmögliche ?Ratingnote?. Zum 04.05.2004 wird die Anleihe mit einem Emissionsvolumen von 3 Mrd. Euro in das Qualitätshandelssegment Bond-X aufgenommen.
Pressekonferenzen 12. März 2007 (IfW-Konjunkturprognose für März) 23. November 2006 (Ifo-Geschäftsklima-Index für November) 12. Oktober 2001 (Einzelhandelsumsätze für August) 11. September 2001 (Handelsbilanz für Juli)
Wirtschaftsdaten 10. August 2010 (Großhandelspreise für Juli) 10. August 2010 (Verbraucherpreise für Juli) 02. August 2010 (VDMA Auftragseingang für Juni) 02. August 2010 (Einkaufsmanagerindex verarbeitendes Gewerbe für Juli) 30. Juli 2010 (Großhandelsumsatz im 2. Quartal) 30. Juli 2010 (Einzelhandelsumsätze für Juni) 29. Juli 2010 (Arbeitslosenzahlen für Juli) 28. Juli 2010 (DIW Konjunkturbarometer für Juli) 28. Juli 2010 (Verbraucherpreise für Juli) 27. Juli 2010 (GfK-Konsumklima-Index für August)