aktienmarkt.NET - Rückgang des Ölpreises schon zu Ende?
 
     

als Startseite festlegen
+ Linktipps

Cortal Consors - Tagesgeld, Aktien, Fonds und Anlageberatung
Tagesgeld Vergleich
Aktienanalysen bei ChartTec.de
Kredite
EMFIS-Brokerage testen
Kredite
Kredit Blog
Aktien | Börse | Fonds | Charts & Kurse
Crash-Investor
Apple iPod gratis

 Börsenshop:


+ Analystentipps

"kaufen"
"outperformer"
"halten"
"underperformer"
"verkaufen"





 
+ News
Donnerstag, 20. November 2008  Mail-Kontakt   Impressum
Deutschland
Rückgang des Ölpreises schon zu Ende?
Coba


22. August 2008, 10:07

Der deutliche Rückgang des Ölpreises in den vergangenen Wochen hat uns in der Meinung bestätigt, dass die letzte Phase der Ölhausse bis knapp 150 USD je Barrel eine spekulative Übertreibung war. Zwar könnte der Ölpreis kurzzeitig wieder bis auf 130 USD steigen. Aber nach dieser möglichen Gegenbewegung dürfte er in den kommenden Monaten unter 100 USD je Barrel fallen. Zwischen 80 und 100 USD sollte sich der Ölpreis stabilisieren.

Mitte Juli erreichte der Ölpreis ein Rekordhoch von knapp 150 USD je Barrel. Der letzte Anstieg um rund 50 USD seit Anfang des Jahres ging aus unserer Sicht in erster Linie auf das Konto von Finanzinvestoren. Diese haben Rohstoff-Investments als Schutz gegen fallende Aktien- und Rentenmärkte, geopolitische Risiken und einen schwächeren US-Dollar eingesetzt. Zudem ergab sich hierdurch die Möglichkeit, vom kräftigen Wachstum in den Schwellenländern zu profitieren. Die massiven Zuflüsse durch Finanzanleger haben den Anstieg des Ölpreises noch einmal verstärkt, sein Verlauf wies immer mehr Ähnlichkeiten mit demjenigen der Nasdaq im Jahr 2000 auf.

Abschwächung der Öl-Nachfrage und Abkehr der Finanzinvestoren
Dabei hat sich der Preis immer mehr von einem fundamental gerechtfertigten Niveau entfernt. Und dies ging-wie nicht anders zu erwarten-nicht spurlos an Angebot und Nachfrage vorüber. So hat die OPEC ihre Produktion zuletzt deutlich ausgeweitet. Gleichzeitig bremst der deutliche Preisanstieg - zusammen mit der Abkühlung der Konjunktur - den weltweiten Energieverbrauch. Aktuell erwartet die IEA eine Zunahme der weltweiten täglichen Ölnachfrage in diesem Jahr um 800 Tsd. Barrel. Anfang des Jahres hatte sie noch einen Anstieg um 2 Mio. Barrel pro Tag prognostiziert.
Für diese Entwicklung sind vor allem die OECD-Länder verantwortlich, welche trotz eines immensen Nachfragewachstums der Schwellenländer in den letzten Jahren noch immer rund 60% der weltweiten Ölnachfrage stellen und deren Ölverbrauch in diesem Jahr laut IEA um 600 Tsd. Barrel pro Tag zurückgehen soll. Besonders ausgeprägt ist die Nachfrageschwäche in den USA. So haben die US-Amerikaner im 1. Halbjahr 2008 mit dem Auto fast 70 Mrd. Kilometer weniger zurückgelegt als noch im Vorjahr. Das US-Energieministerium berichtete Mitte August, dass der Ölverbrauch im selben Zeitraum im Vergleich zum Vorjahr um 800.000 Barrel pro Tag zurückging. Auch in Europa und Japan waren zuletzt Rückgänge zu verzeichnen. Lange Zeit wurde dieser Entwicklung keine Beachtung geschenkt. Als die spürbare Reaktion der Nachfrageseite aber mehr und mehr in den Fokus rückte, hat die überfällige Korrektur noch dadurch an Fahrt gewonnen, dass die Finanzinvestoren massiv Geld aus den Rohstoff-Investments abzogen.

Korrektur setzt sich unter Schwankungen fort, …
Bisher gibt es keine Anzeichen dafür, dass sich die Öl-Nachfrage schon bald wieder beleben wird. In den Industrieländern dürfte der Schock über die vorübergehend extrem hohen Preise nachwirken und zu weiteren Einsparanstrengungen führen. Verstärkt wird dieser Effekt noch durch die schwache Konjunktur.
Zudem dürfte die Nachfrage in Asien mehr und mehr auf die-trotz der jüngsten Korrektur - immer noch spürbare Verteuerung von Öl reagieren. Dabei wird China, dessen starke Nachfrage lange Zeit die Triebfeder für die Hausse an den Rohstoffmärkten war, eine Schlüsselrolle zukommen. Die im ersten Halbjahr robuste Öl-Nachfrage aus China ergab sich unseres Erachtens vor allem dadurch, dass die Lagerbestände vor den Olympischen Spielen aufgestockt wurden und der Kraftstoffverbrauch stark subventioniert wurde. Inzwischen wurden in China-wie in vielen anderen asiatischen Ländern-Anfang Juli die Subventionierung von Kraftstoff verringert und die Kraftstoffpreise um rund 20% erhöht. Weitere Preisanpassungen dürften nach dem Ende der Olympischen Spiele folgen, um den Kraftstoffverbrauch einzudämmen. Daher rechnen wir damit, dass die Nachfrage aus China bzw. allgemein aus Asien in den kommenden Monaten weniger stark zunehmen wird. Dies würde ein wichtiges Argument der Öl-Bullen zumindest vorerst erschüttern und könnte dafür sorgen, dass sich die Stimmung am Ölmarkt weiter eintrübt.
Es ist nicht das erste Mal, dass der Ölpreis innerhalb kurzer Zeit über 20% an Wert verliert. Weil die vorherige Übertreibung besonders ausgeprägt war, dürfte die Korrektur dieses Mal heftiger ausfallen und mit 6 bis 12 Monaten relativ lange anhalten. Daher könnte der Ölpreis das fundamental gerechtfertigte Niveau, welches wir zwischen 80 und 100 USD je Barrel sehen, unterschießen. Aber auf die mittlere Sicht werden vor allem die zuletzt stark gestiegenen Produktions- und Transportkosten, eine zu erwartende Reaktion der OPEC sowie die geopolitischen Risiken einen noch stärkeren Verfall verhindern. In den kommenden Wochen halten wir sogar eine Zwischenerholung für wahrscheinlich, weil der Mark derzeit stark überverkauft ist. Mögliche Auslöser für eine solche Bewegung, bei der der Ölpreis auf 120 bis 130 USD steigen könnte, sind eine Produktionskürzung der OPEC, eine Eskalation des Konflikts in Georgien bzw. des Atomstreits mit dem Iran oder ein großer Hurrikan im Golf von Mexiko.

… aber langfristig wieder höhere Preise zu erwarten
Auch wenn der Trend beim Ölpreis in den kommenden Monaten weiter nach unten zeigen wird: Dies ändert nichts an unserer langfristig positiven Haltung. Der Aufholprozess in den Schwellenländern ist noch lange nicht abgeschlossen. So beträgt der tägliche Rohölverbrauch pro Kopf in China weniger als 1 Liter, während er in den USA bei rund 11 Liter Rohöl pro Kopf liegt. Wir gehen nach wie vor davon aus, dass die Ölnachfrage in den Schwellenländern langfristig massiv zunehmen und einen Ölpreisanstieg unterstützen wird.




Werbung:

UMTS Stick und Apple iPod shuffle gratis



Jetzt kostenlos EMFIS-Brokerage testen!

 

Termine für Deutschland
(neueste oben stehend)

Pressekonferenzen
12. März 2007
(IfW-Konjunkturprognose für März)
23. November 2006
(Ifo-Geschäftsklima-Index für November)
12. Oktober 2001
(Einzelhandelsumsätze für August)
11. September 2001
(Handelsbilanz für Juli)

Wirtschaftsdaten
21. November 2008
(Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen für November)
21. November 2008
(Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe für November)
20. November 2008
(ifo Weltwirtschaftsklima für das 4. Quartal)
20. November 2008
(Erzeugerpreise für Oktober)
19. November 2008
(Baugenehmigungen für die ersten drei Quartale)
14. November 2008
(DIW Konjunkturbarometer für November)
14. November 2008
(Verbraucherpreise für Oktober)
13. November 2008
(EZB Monatsbericht für November)
13. November 2008
(BIP für das 3. Quartal)
12. November 2008
(IEA The World Energy Outlook)

Lesezeichen hinzufügen bei:

Google   Folkd   Linkarena   Lufee   Webnews   Mr.Wong    Yigg



weitere Marktberichte zu Deutschland:

20.11.08   Euwax Trends am Mittag
20.11.08   AnlageFlash
20.11.08   Euwax Trends am Morgen
20.11.08   Britische Verbraucher schnüren d...
20.11.08   Devisenmarktkommentar
20.11.08   Fed: "Going Japanese"?
20.11.08   US-Notenbank mit pessimistischem...
20.11.08   Rentenmarktkommentar
20.11.08   Daily Trading Report
20.11.08   Marktkommentar Devisen
20.11.08   Krisenverlierer unter Relative V...
20.11.08   Marktkommentar Renten
20.11.08   EUR/CHF: Einheitswährung macht w...
20.11.08   Marktkommentar Aktien
19.11.08   USA: Disinflation in vollem Gang

 


| Titelseite | Top News | Analystentipps | Marktberichte | AM Research | Termine | Recht & Steuern |
| Impressum | Mediadaten | Partner | Disclaimer |
| Fragen, Anregungen, Kritik: E-Mail an aktienmarkt.NET |

Anzeige: