PAION Jahresergebnis von Sondereffekt beeinflusst
04. März 2008, 07:47
Das biopharmazeutische Unternehmen PAION AG meldet das Konzern-Finanzergebnis gemäß den Internationalen Financial Reporting Standards (IFRS) für das Geschäftsjahr 2007. Das Geschäftsjahr 2007 wurde mit einem Jahresfehlbetrag von -10,5 Mio Euro nach -17,4 Mio Euro abgeschlossen. Die Ertragslage des Geschäftsjahres 2007 wurde durch verschiedene Sondereffekte, die sich saldiert auf einen Ertrag in Höhe von +4,6 Mio Euro beliefen, wesentlich beeinflusst. Ohne Berücksichtigung dieser Sondereffekte wäre ein Jahresfehlbetrag in Höhe von -15,2 Mio Euro ausgewiesen worden. Die Sondereffekte resultierten hauptsächlich aus der Beendigung der Kooperation mit Forest Laboratories im Nachgang der negativen Ergebnisse der Phase-III-Studie mit Desmoteplase. Durch die Kündigung der Kooperationsvereinbarung seitens Forest ergaben sich für PAION keinerlei Rückzahlungsverpflichtungen hinsichtlich der bisher erhaltenen Zahlungen und Kostenerstattungen. Die in der Vergangenheit als Rückstellung ausgewiesenen potenziellen Rückzahlungsverpflichtungen in Höhe von 10,9 Mio Euro gegenüber Forest wurden daher im Geschäftsjahr aufgelöst. Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2007 beliefen sich auf 4,8 Mio Euro nach 10,5 Mio Euro, wovon 3,1 Mio Euro auf Erstattungen von Entwicklungskosten für Desmoteplase durch Forest und Lundbeck entfielen. 1,7 Mio Euro resultierten aus der bisher abgegrenzten Vertragsabschlussgebühr, welche aufgrund der Beendigung der Kooperation mit Forest nun vorzeitig aufgelöst wurde. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung im Geschäftsjahr 2007 fielen im Vergleich zum Vorjahr deutlich niedriger aus und beliefen sich auf 9,8 Mio Euro nach 16,5 Mio Euro. Die Aufwendungen für die allgemeine Verwaltung haben sich im Geschäftsjahr 2007 im Vergleich zum Vorjahr leicht reduziert und beliefen sich auf 4,4 Mio Euro nach 4,6 Mio Euro. Infolge der negativen Ergebnisse der DIAS-2-Studie hatte PAION Mitte 2007 ein Maßnahmenpaket verabschiedet, das auf die Reduzierung der internen und externen Kosten abzielte. Da Lundbeck nun sämtliche Entwicklungskosten für Desmoteplase tragen wird, werden PAIONs Forschungs- und Entwicklungskosten im Vergleich zum Vorjahr grundsätzlich niedriger ausfallen. Die tatsächliche Höhe der Aufwendungen und des Jahresergebnisses wird jedoch maßgeblich von der neuen Unternehmensstrategie abhängen. |