Zahlen zur US-Industrieproduktion und zum Michigan Sentiment werden heute im Hinblick auf die Nachhaltigkeit der begonnenen wirtschaftlichen Erholung überprüft. Zuletzt wurde im Fed-Sitzungsprotokoll deutlich, dass nach Meinung der US-Notenbank eine konjunkturelle Erholung eingesetzt habe, die Dauerhaftigkeit des Aufschwungs aber noch kritisch beurteilt wird. Ein Anstieg der Produktion würde hier die Sorgenfalten etwas glätten. Angesichts des in der expansiven Zone liegenden ISM-Indexes dürfte ein kleines Plus möglich sein. Allerdings sollten die Erwartungen nicht zu hoch gesteckt werden, denn der Arbeitsmarktbericht weist mit dem gesunkenen Index der geleisteten Arbeitsstunden auf eine nur schwache Produktion hin.
Konjunkturelles Störfeuer durch die Konsumentenstimmung kann demgegenüber nicht ausgeschlossen werden. Stimmungsumfragen unter den Verbrauchern (TIPP-Index und ABC-Verbrauchervertrauen) sind gefallen. Insofern besteht auch das Risiko, dass das viel beachtete Michigan Sentiment einen Rücksetzer aufweist. Die Konsensschätzung könnte dabei sogar noch unterschritten werden. Mit der von uns erwarteten Stabilisierung des Arbeitsmarktes sollte die Konsumentenstimmung ebenfalls wieder besser ausfallen. Auf seinem jetzigen Niveau deutet das Michigan Sentiment derzeit auf eine mittelfristige Stagnation des realen Konsums hin (vgl. Grafik). Sollte sich das Verbrauchervertrauen in den kommenden Monaten nicht weiter erholen, würden die konjunkturellen Sorgen-nicht nur der Notenbanker-wohl Bestand haben.
EUR-USD:Der Euro gönnte sich eine Verschnaufpause, nachdem bei 1,4968 eines neues Jahreshoch markiert und das markante Hoch von November 2007 erreicht wurden. Die Indikatoren sind noch überwiegend freundlich zu werten, während aber das Risiko von negativen Divergenzen bestehen bleibt. Vonseiten der Fundamentaldaten ist kein Rückenwind für den Euro zu erwarten. Unterstützungen finden sich bei 1,4875 und 1,4840. Trading-Range: 1,4840-1,4968.
EUR-GBP: Heftige Abschläge musste der Euro zum Pfund ertragen und im Tief notierte er bei 0,9143. Die Indikatoren stehen auf Verkauf und hatten mit negativen Divergenzen Korrekturrisiken angezeigt. Weitere Kursverluste bis zum 38,2 %-Retracement bei 0,9047 müssen ins Kalkül gezogen werden. Unterstützungen finden sich zuvor um 0,9080.
Pressekonferenzen 12. März 2007 (IfW-Konjunkturprognose für März) 23. November 2006 (Ifo-Geschäftsklima-Index für November) 12. Oktober 2001 (Einzelhandelsumsätze für August) 11. September 2001 (Handelsbilanz für Juli)
Wirtschaftsdaten 30. Juli 2010 (Großhandelsumsatz im 2. Quartal) 30. Juli 2010 (Einzelhandelsumsätze für Juni) 29. Juli 2010 (Arbeitslosenzahlen für Juli) 28. Juli 2010 (DIW Konjunkturbarometer für Juli) 28. Juli 2010 (Verbraucherpreise für Juli) 27. Juli 2010 (GfK-Konsumklima-Index für August) 27. Juli 2010 (Außenhandelspreise für Juni) 26. Juli 2010 (Im- und Exportpreise für Juni) 23. Juli 2010 (ifo Geschäftsklima Index für Juli) 23. Juli 2010 (Daten zum Bauhauptgewerbe für Mai)