Frogster Interactive schließt Verlustquelle
16. Mai 2008, 11:58
Die Frogster Interactive Pictures AG schließt das in die 100-prozentige Tochter FIP Publishing GmbH ausgegliederte Verlagsgeschäft von physischen, konventionellen PC-Spielen. Dieses Geschäft, das branchenweit unter dem Wettbewerb mit Online- und Konsolen-Spielen, unter Piraterie und hohen Retourenquoten leidet, war 2006 kräftig in die Verlustzone geraten und hat auch das negative Ergebnis 2007 zu einem großen Teil verursacht. Das in Düren eigens betriebene Logistikcenter für die Verteilung der physischen Ware wird Ende Juli geschlossen und der Restwarenbestand abverkauft. Vorhandene Lizenzrechte an konventionellen PC-Spielen werden künftig ausschließlich nicht-physisch, also online via Internet-Download sowie über Distributionspartnerschaften vertrieben. Hierfür reduziert FIP Publishing die Mannschaft drastisch auf ein Kernteam von vier festangestellten Mitarbeitern. Die zweiköpfige Geschäftsführung wird auf eine Person verkleinert - der Geschäftsführer und ehemalige Frogster-Vorstand Frédéric Bichat ist ausgeschieden. Der Vorstand von Frogster erwartet aus der Schließung des physischen Box-Geschäfts keine Liquiditäts- oder Ertragsbelastung. Der Vorstand strebt zugleich die gezielte Vergrößerung des Produktportfolios an. Dazu führen die Unternehmen der Frogster-Gruppe fortgeschrittene Gespräche mit Lizenzanbietern, die die Kombination der Community-Reichweite von OnlineWelten, der Hosting-, Billing- und Customer-Service-Kompetenz von Yusho, des Technologie-Know How und der Asien-Vermarktungskraft von Frogster Studios sowie der Publishing-Kompetenz von Frogster für sehr attraktiv halten. Mit der Schließung der Verlustquelle verringert sich bei Frogster die Finanzplanungsunsicherheit. So erwartet der Vorstand nunmehr für 2009 bei stark wachsendem Umsatz ein positives Ergebnis nach Steuern von mindestens einem Euro pro Aktie. |