Die Frogster Interactive Pictures AG betrachtet ihr als Best-free-to-play-Game der Games Convention ausgezeichnetes MMOG Runes of Magic als einmalige Gelegenheit, auf den attraktiven nordamerikanischen Markt vorzudringen und dort schnell eine eigene Kundenbasis aufzubauen. Frogster gründet deshalb eine Gesellschaft mit Sitz in San Francisco und veräußert ihr die RoM-Lizenz für Nordamerika. Bereits im Januar soll das US-Unternehmen Umsätze aus dem Verkauf virtueller Güter erzielen und noch im ersten Quartal 2009 bei einem Umsatz von etwa 50.000 USD monatlich den Cash-Break even erreichen. Die für das neue Unternehmen ursprünglich vorgesehenen Finanzierungslösungen durch ein besichertes Bankdarlehen oder US-amerikanisches Venture Capital haben sich indessen aufgrund der allgemeinen Finanzkrise als kurzfristig bestenfalls zu sehr ungünstigen Konditionen realisierbar herausgestellt. Deshalb führt Frogster eine Kapitalerhöhung durch und bietet ihren Aktionären im Verhältnis 4 zu 1 neue Aktien mit 25 Prozent Kursabschlag auf den Durchschnittskurs der letzten Wochen an. Der Vorstand hat einen niedrigen Bezugskurs gewählt, um den Bezug der neuen Aktien in dem derzeitigen, schwierigen Kapitalmarktumfeld attraktiv zu machen. Der CEO Christoph Gerlinger und seine Familie beabsichtigen die Zeichnung von 140.000 Aktien. Alternativ sind Gerlinger und seine Familie sowie befreundete Privatinvestoren bereit, die zu gründende amerikanische Gesellschaft zu finanzieren und Frogster Interactive hieran zu gleichen Konditionen eine Minderheitsbeteiligung von 5 Prozent und eine Kaufoption über die zu einer Mehrheit fehlenden Aktien einzuräumen. Der nicht zur Finanzierung der amerikanischen Gesellschaft benötigte Teil der Kapitalerhöhung soll der weiteren Finanzierung der Ausgabenüberschüsse bis zum erwarteten Cash Flow-Turnaround und als Liquiditätsreserve dienen. Für 2009 strebt der Vorstand von Frogster Interactive einen Wachstumssprung und einen Gewinn von mindestens 1 Euro pro Aktie an.