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Deutschland
Euwax Trends am Mittag
Euwax


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02. November 2006, 14:37

Nachdem der DAX im gestrigen Feiertagshandel bei dünnen Umsätzen ein neues Fünf-Jahreshoch jenseits von 6.310 Punkten erreicht hatte, startete er am Donnerstag mit deutlichen Verlusten und unterhalb der Marke von 6300 Punkten in den Markt. Der Grund waren die weiteren deutlichen Verluste der US-Börsen von gestern Abend, die nach erneut enttäuschenden Konjunkturdaten auf Konsolidierungskurs gingen. Als belastend für den Aktienmarkt wurde der ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe in den USA gewertet, der im Oktober unerwartet auf 51,2 nach 52,9 Punkten im Vormonat zurückgekommen ist. Am Markt wurde im Vorfeld dagegen von einem leichten Anstieg ausgegangen. Ein Silberstreifen sei lediglich der Index der bezahlten Preise, der deutlich zurück ging. Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte verlor 0,4 Prozent oder 51 auf 12.031 Punkte. Der S&P-500 gab 0,7 Prozent oder 10 Punkte auf 1.368 Punkte ab. Der Nasdaq-100 fiel um 1,4 Prozent oder 24 auf 1.707 Punkte. Der Leitindex der Tokioter Börse folgte der Wall Street ins Minus, wenngleich einige Titel nach positiven Quartalsberichten zulegten. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,15 Prozent schwächer bei 16.350 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index verlor bis Handelsschluss rund 0,22 Prozent auf 1619 Zähler. Insbesondere Aktien der Technologiebranche gaben nach.

Aufgrund dieser schwachen Vorgaben gab der DAX am Morgen deutlich nach und fiel in der Spitze auf bis 6.258 Punkte. Anschließend erholte sich der Index wieder deutlich und reduzierte seine Verluste auf rund 0,2 Prozent oder 6280 Punkte. Stützend wirkte sich für den deutschen Aktienmarkt der überraschend deutlich gestiegene Einkaufsmanagerindex für die Euro-Zone und die erstmals seit vier Jahren unter die zehn Prozent-Marke gesunkene Arbeitslosenquote. Die Erholung im DAX ermutigte die Anleger an der Euwax im Vormittagshandel verstärkt auf eine Fortsetzung dieser Bewegung und orderten verstärkt Calls auf den DAX, nachdem am Morgen noch überwiegend Puts gesucht waren. Da sich der DAX bis zum Mittag über dieses Niveau kaum verbessern konnte, glich sich das Kaufinteresse in Calls und Puts gegen Mittag zunehmend an.


Für 13 Uhr steht zudem heute noch die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank an. Allgemein geht der Markt davon aus, dass die Zinsen vorerst unverändert bleiben, die EZB, die Märkte aber auf eine Zinsanhebung im Dezember einstimmen wird. Im Vorfeld der Zinsentscheidung tendierte der Euro gegenüber seinen Schlussstand aus New York etwas leichter bei rund 1,2760 Dollar. An der Euwax wird insgesamt jedoch von einer weiteren Dollarschwäche ausgegangen und in Calls auf den Euro investiert. Unterstichen wird diese Marktmeinung durch gleichzeitig verstärkte Käufe in Calls auf die Feinunze Gold. Letztere war in den vergangenen drei Tagen um mehr als drei Prozent gestiegen und notierte gegen Mittag mit rund 615 Dollar ähnlich wie der Euro etwas leichter. Sowohl das Gold als auch der Euro erreichten gestern Acht- beziehungsweise Fünf-Wochenhöchststände.

Der Spezialchemiekonzern Altana hat Umsatz und Ergebnis in den ersten neun Monaten dieses Jahres erhöht und die Erwartungen von Analysten übertroffen.
Nach dem Verkauf der Pharmasparte an die dänische Nycomed steht der Chemiebereich stärker im Zentrum der Beobachter als die Medikamente. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern stieg im Chemiebereich von Januar bis September von 55 Millionen Euro auf 106 Millionen Euro, wie der Konzern am Donnerstag in Bad Homburg mitteilte.
Der Umsatz sei von 624 Millionen auf 985 Millionen Euro gestiegen. Der Verkauf der Arzneimittelsparte wird den Altana-Aktionären zudem eine satte Sonderdividende bescheren, worauf der Kurs am Morgen mit deutlichen Gewinnen reagierte. Mehr als drei Prozent ging es am Morgen aufwärts und auch an der Euwax waren Calls auf Altana gesucht.

Die Leoni AG hat Umsatz und Ergebnis im dritten Quartal deutlich gesteigert und sieht nun im Gesamtjahr sowohl Umsatz als auch Ergebnisse am oberen Ende der bisherigen Prognosen. Wie der Nürnberger Automobilzulieferer am Donnerstag mitteilte, legte der Umsatz im Berichtszeitraum um 38% auf 536,7 Mio. EUR zu. Das EBIT kletterte den Angaben zufolge um 34% auf 37,7 Mio EUR und der Jahresüberschuss um gut 43% auf 22,3 Mio EUR. Für das Gesamtjahr 2006 sieht Leonie Umsatz und Ergebnis nun am oberen Ende der bei der Vorlage der Zweitquartalszahlen Anfang August gegebenen Prognosen. An der Euwax waren Calls auf Leoni am Morgen gesucht. Die Aktie war mit rund drei Prozent Kursgewinn der größte Gewinner im MDAX.

Laut jüngsten Medienberichten will die russische Sistema eine Sperrminorität von 25 Prozent an der Deutschen Telekom erlangen und dazu nach dem angedachten Aktientausch im Markt weitere Telekom-Papiere erwerben. Der frühere Telekom-Chef und Sistema-Berater Ron Sommer könnte dann nach Einstieg des Unternehmens den Aufsichtsratsvorsitz übernehmen, wird spekuliert. Die Deutsche Telekom legte am Morgen gegen den Markt mehr als ein Prozent zu und sah an der Euwax wieder verstärkte Käufe in Calls.




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