Daily Trading Report HSBC
20. November 2008, 10:30
DAX: Abgabedruck nimmt wieder zu
Die Rückeroberung des Tiefs vom 13. November bei 4.524 Punkten
erwies sich letztendlich nur als temporäres Phänomen. So fiel der
DAX® am gestrigen Handelstag wieder postwendend unter diese
Marke zurück und unterschritt ohne größere Gegenwehr das jüngste
Korrekturtief bei 4.446 Punkten. Zwar gab es in den letzten
Handelsstunden mehrere Anläufe, letztere Marke wieder
zurückzuerobern, die in dieser Region auslaufenden langen Dochte
zeigen jedoch, dass es in diesem Bereich deutliche
Angebotsüberhänge gibt. Eine kleinere Unterstützung wartet nun in
Form der unteren Begrenzung (akt. bei 4.328 Punkten) des kurzfristigen
Abwärtstrends. Insgesamt droht aber ein Wiedersehen mit dem Tief
vom 10. Oktober bei 4.308 Punkten. Diese Marke ist die letzte Bastion
vor dem bisherigen Jahrestief bei 4.014 Punkten. Von Seiten der
technischen Indikatoren kommen keine erbaulichen Signale. So weisen
sowohl Aroon als auch MACD lupenreine Verkaufssignale auf.
Verbessern würde sich die technische Ausganglage erst bei einem
Ausbruch aus dem oben genannten kurzfristigen Abwärtstrendkanal,
dessen obere Begrenzung aktuell bei 4.771 Punkten verläuft.
Euro-BUND-Future: Kaum zu stoppen
Auch gestern zeigte sich der Euro-BUND-Future von seiner
freundlichen Seite und konnte weitere Kursgewinne verbuchen. Nach
einem Backtesting des alten Widerstandsbereichs aus dem Hoch vom
1. Dezember 2006 (118,88) und dem Tief vom 14. November 2005
(119,03) nahm das Rentenbarometer erneut Fahrt auf und erreichte mit
119,99 den höchsten Stand seit März 2006. Damit verblieb zum elften
Mal in den letzten 13 Handelstagen ein Tagesplus. Heute wird der
Euro-BUND-Future wohl die psychologisch wichtige Marke von 120
Punkten überwinden. Die nächsten Widerstände warten dann erst
wieder bei 120,98 (Hoch vom 10. Februar 2005) bzw. 121,05 (Hoch
vom 23. Februar 2006). Vor einem Durchmarsch in diese Richtung
dürfte allerdings eine kurzfristige Verschnaufpause anstehen. So steigt
aufgrund der zunehmend überkauften Lage die Wahrscheinlichkeit für
eine Gegenbewegung. Als solide Unterstützung lässt sich der
kurzfristige Aufwärtstrend seit Anfang November (akt. bei 118,79)
ausmachen. Der dominierende Aufwärtstrend seit Juli verläuft aktuell
bei 116,21.
EUR/CHF: Einheitswährung macht wieder Boden gut
Nach den Kursverlusten der vergangenen Monate konnte der Euro zum
Schweizer Franken jüngst wieder Boden gutmachen. Erfreulich ist
dabei, dass es dem Euro im Rahmen der Bewegung gelang, wieder in
den seit November 2007 dominierenden Abwärtstrendkanal-die
untere Begrenzung verläuft akt. bei 1,4942 CHF-zurückzukehren. Um
weiteres Potential zu generieren, müsste das Tief vom 17. März bei
1,5314 CHF überwunden werden. Danach wartet die nächste Hürde
erst bei 1,5823 CHF (Tief vom 23. Januar), gefolgt von der
200-Tages-Linie (akt. bei 1,5894 CHF). Bei den Indikatoren überwiegen
die positiven Signale. So weist der MACD ein lupenreines Kaufsignal
auf. Auch die Oszillatoren zeigen sich freundlich und sind noch nicht in
den überkauften Bereich vorgedrungen. Lediglich der rückläufige ADX
signalisiert, dass es sich bei der aktuellen Erholung lediglich um eine
Reaktion auf die vorherigen Kursverluste handelt. Mit Blick auf die
verbesserten Perspektiven können Anleger bei einem Anstieg über
1,5314 CHF auf einen Fortsetzung der jüngsten Euro-Hausse setzen. In
Gefahr würde die Erholung indes bei einem Abrutschen unter den
kurzfristigen Aufwärtstrend (akt. bei 1,4922 CHF) geraten.
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