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Freitag, 21. November 2008  Mail-Kontakt   Impressum
Deutschland
Daily Trading Report
HSBC


13. Oktober 2008, 10:45

DAX: Schwarzer Monat für den deutschen Aktienmarkt
In Anbetracht der hohen Volatilität der letzten Handelstage bietet sich ein Blick auf den Monatschart des DAX® an. Die lange dunkle Kerze führt vor Augen, wie ausgeprägt die Verluste der abgelaufenen Wochen waren. Im Rahmen der Bewegung wurde sogar der steile Abwärtstrendkanal-die untere Begrenzung verläuft auf Monatsbasis akt. bei 5.026 Punkten-nach unten verlassen. Die Hoffnungen der Bullen ruhen nun auf einer massiven Unterstützungszone im Bereich von 4.176 bis 4.102 Punkten, die aus Hoch- und Tiefpunkten aus den Jahren 2004 und 2005 resultiert. Die Chancen, dass dieser Bereich die Talfahrt stoppen kann, sind gar nicht so schlecht. So mehren sich die Signale eines Ausverkaufs. Dies wird bei einem Blick auf den V-DAX deutlich, der in der Spitze auf über 62 anstieg-die Unsicherheit der Marktteilnehmer ist extrem ausgeprägt. Vergleichbare Niveaus wurden nur in der Spitze der Aktienbaisse 2002/2003 erzielt. Im Falle eine Aufwärtskorrektur lässt sich im Monatschart der nächste Widerstand erst in Form der unteren Begrenzung des oben angeführten Baissekanals bei 5.243 Punkten ausmachen, gefolgt durch ein Tief vom Juni 2006 bei 5.244 Punkten.

Euro-BUND-Future: Abwärtsimpuls fortgesetzt
Nach einem kurzen Höhenflug zum Handelsbeginn setzte der Euro-BUND-Future seine Talfahrt am Freitag fort und verbuchte auf Wochensicht letztlich-trotz des neuen Verlaufshochs vom 08.10.08 – ein kräftiges Minus. Mit der Kursentwicklung vom Freitag setzte sich die negative Tendenz fort, die seit dem späten Handel am vergangenen Mittwoch zu konstatieren war. Durch den Fall unter das Hoch vom 05.09.08 bei 115,85 wurde der Weg in Richtung der 200-Tages-Linie (akt. bei 114,26) frei gemacht. Das Hoch vom 26.08.08 bei 114,96 konnte den Kursrutsch dabei nicht wirklich bremsen. Unterhalb der angeführten Glättungslinie findet sich noch der Aufwärtstrend seit Juli (akt. bei 114,05) als massive Unterstützung. Die technischen Indikatoren machen einen Test der Trendlinie wahrscheinlich. So droht nach dem Stochastik auch der MACD unter seine Triggerlinie zu fallen und damit ein neues Verkaufssignal zu generieren. Per Saldo sollte daher in den kommenden Tagen mit weiteren Kursverlusten gerechnet werden. Strategisch muss bei einem Bruch des o.g. Aufwärtstrends eine Neubewertung vorgenommen werden.

EUR/JPY: Auf der Suche nach dem Boden
Der Euro musste in den vergangenen Tagen massive Verluste zum japanischen Yen hinnehmen. Das Kursziel aus der im September komplettierten Topformation von rund 130 JPY wurde dabei innerhalb von nur wenigen Handelstagen fast vollständig ausgeschöpft. Im angeführten Zielbereich befinden sich verschiedene Tiefpunkte aus den Jahren 2004 und 2005, so dass hier nun die Hoffnungen der Euro-Bullen ruhen. Können die tragfähigen Unterstützungen letztlich nicht verteidigt werden, droht sogar ein Wiedersehen mit dem Tief vom 10.11.03 bei 124,12 JPY. Mit Blick auf die technischen Indikatoren kann ein solches Szenario nicht ausgeschlossen werden. So weisen sowohl die Oszillatoren (u. a. Stochastik) als auch die Trendfolger (MACD, Aroon) derzeit Verkaufssignale auf. Der ADX signalisiert zudem eine hohe Dynamik der aktuellen Abwärtsbewegung. Die deutlich überverkaufte Lage macht eine Gegenreaktion aber zunehmend wahrscheinlich. So notieren Stochastik und RSI auf den tiefsten Niveaus seit Ende 2000. Damals begann im Anschluss die 7-jährige Haussephase des Euro gegenüber dem Yen. Erste Ziele einer Stabilisierungsbewegung wären die beiden Hochs vom Mai 2003 bzw. Dezember 2004 bei 140,98/141,69 JPY.




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