DAX: Schwarzer Monat für den deutschen Aktienmarkt
In Anbetracht der hohen Volatilität der letzten Handelstage bietet sich
ein Blick auf den Monatschart des DAX® an. Die lange dunkle Kerze
führt vor Augen, wie ausgeprägt die Verluste der abgelaufenen Wochen
waren. Im Rahmen der Bewegung wurde sogar der steile
Abwärtstrendkanal-die untere Begrenzung verläuft auf Monatsbasis
akt. bei 5.026 Punkten-nach unten verlassen. Die Hoffnungen der
Bullen ruhen nun auf einer massiven Unterstützungszone im Bereich
von 4.176 bis 4.102 Punkten, die aus Hoch- und Tiefpunkten aus den
Jahren 2004 und 2005 resultiert. Die Chancen, dass dieser Bereich die
Talfahrt stoppen kann, sind gar nicht so schlecht. So mehren sich die
Signale eines Ausverkaufs. Dies wird bei einem Blick auf den V-DAX
deutlich, der in der Spitze auf über 62 anstieg-die Unsicherheit der
Marktteilnehmer ist extrem ausgeprägt. Vergleichbare Niveaus wurden
nur in der Spitze der Aktienbaisse 2002/2003 erzielt. Im Falle eine
Aufwärtskorrektur lässt sich im Monatschart der nächste Widerstand
erst in Form der unteren Begrenzung des oben angeführten
Baissekanals bei 5.243 Punkten ausmachen, gefolgt durch ein Tief vom
Juni 2006 bei 5.244 Punkten.
Euro-BUND-Future: Abwärtsimpuls fortgesetzt
Nach einem kurzen Höhenflug zum Handelsbeginn setzte der
Euro-BUND-Future seine Talfahrt am Freitag fort und verbuchte auf
Wochensicht letztlich-trotz des neuen Verlaufshochs vom 08.10.08 –
ein kräftiges Minus. Mit der Kursentwicklung vom Freitag setzte sich die
negative Tendenz fort, die seit dem späten Handel am vergangenen
Mittwoch zu konstatieren war. Durch den Fall unter das Hoch vom
05.09.08 bei 115,85 wurde der Weg in Richtung der 200-Tages-Linie
(akt. bei 114,26) frei gemacht. Das Hoch vom 26.08.08 bei 114,96
konnte den Kursrutsch dabei nicht wirklich bremsen. Unterhalb der
angeführten Glättungslinie findet sich noch der Aufwärtstrend seit Juli
(akt. bei 114,05) als massive Unterstützung. Die technischen
Indikatoren machen einen Test der Trendlinie wahrscheinlich. So droht
nach dem Stochastik auch der MACD unter seine Triggerlinie zu fallen
und damit ein neues Verkaufssignal zu generieren. Per Saldo sollte
daher in den kommenden Tagen mit weiteren Kursverlusten gerechnet
werden. Strategisch muss bei einem Bruch des o.g. Aufwärtstrends
eine Neubewertung vorgenommen werden.
EUR/JPY: Auf der Suche nach dem Boden
Der Euro musste in den vergangenen Tagen massive Verluste zum
japanischen Yen hinnehmen. Das Kursziel aus der im September
komplettierten Topformation von rund 130 JPY wurde dabei innerhalb
von nur wenigen Handelstagen fast vollständig ausgeschöpft. Im
angeführten Zielbereich befinden sich verschiedene Tiefpunkte aus den
Jahren 2004 und 2005, so dass hier nun die Hoffnungen der
Euro-Bullen ruhen. Können die tragfähigen Unterstützungen letztlich
nicht verteidigt werden, droht sogar ein Wiedersehen mit dem Tief vom
10.11.03 bei 124,12 JPY. Mit Blick auf die technischen Indikatoren kann
ein solches Szenario nicht ausgeschlossen werden. So weisen sowohl
die Oszillatoren (u. a. Stochastik) als auch die Trendfolger (MACD,
Aroon) derzeit Verkaufssignale auf. Der ADX signalisiert zudem eine
hohe Dynamik der aktuellen Abwärtsbewegung. Die deutlich
überverkaufte Lage macht eine Gegenreaktion aber zunehmend
wahrscheinlich. So notieren Stochastik und RSI auf den tiefsten
Niveaus seit Ende 2000. Damals begann im Anschluss die 7-jährige
Haussephase des Euro gegenüber dem Yen. Erste Ziele einer
Stabilisierungsbewegung wären die beiden Hochs vom Mai 2003 bzw.
Dezember 2004 bei 140,98/141,69 JPY.
Pressekonferenzen 12. März 2007 (IfW-Konjunkturprognose für März) 23. November 2006 (Ifo-Geschäftsklima-Index für November) 12. Oktober 2001 (Einzelhandelsumsätze für August) 11. September 2001 (Handelsbilanz für Juli)
Wirtschaftsdaten 21. November 2008 (Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen für November) 21. November 2008 (Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe für November) 20. November 2008 (ifo Weltwirtschaftsklima für das 4. Quartal) 20. November 2008 (Erzeugerpreise für Oktober) 19. November 2008 (Baugenehmigungen für die ersten drei Quartale) 14. November 2008 (DIW Konjunkturbarometer für November) 14. November 2008 (Verbraucherpreise für Oktober) 13. November 2008 (EZB Monatsbericht für November) 13. November 2008 (BIP für das 3. Quartal) 12. November 2008 (IEA The World Energy Outlook)