Deutschland/Europa Die europäischen Börsen schlossen gestern sehr schwach. Zu den schon länger belastenden Rezessions-sorgen gesellten sich - und damit einiges früher als be-fürchtet - das sog. „Deflationsgespenst“. Die in den USA rasch fallenden Erzeugerpreise waren der Auslöser. Hinzu kam eine deftige Gewinnwarnung von BASF, die sich bis vor kurzem noch einer Hochkonjunktur erfreuen konnte. BASF kündigte zugleich eine Drosselung der Produktion an. Das Ganze wurde mit einem Minus von rd. 14% abgestraft. Hypo Real Estate war mit einem Kurs-sturz von über 21% Tagesverlierer. Für die Aktie des Hypothekenfinanzierers gab es eine Reihe von Analys-tenabstufungen. Mit all derartigen Meldungen wächst die Unsicherheit über die Länge und Tiefe der Rezession zusätzlich. Neue Kursbewegungen gab es aber auch bei der Postbank-Aktie-dieses Mal mit positiven Vorzei-chen. Gemäß einem Fachblatt soll die Deutsche Bank in Überlegungen stecken, eine rasche Komplettübernahme vorzubereiten bzw. sich den Einstieg über Derivate zu sichern. Die Deutsche Bank hat dies heute dementiert.
USA/Welt US-Aktien schlossen gestern nach einer Achterbahnfahrt erneut schwach. Tagesverlierer waren wie zuletzt Finanz- und Automobilaktien. Über die Dauer und Länge der Rezession wird weiterhin gerätselt. Die sog. „Fed Minu-tes“, das Protokoll zur letzten Notenbanksitzung, beinhal-tete auch entsprechende Ausführungen. Die Fed hatte auch die Wachstumsschätzungen für 2008 und 2009 stark nach unten revidiert. So sieht die Notenbank für das laufende Jahr nur noch ein durchschnittliches BIP zwi-schen 0,0% bis 0,3% und für nächstes Jahr zwischen -0,2% und 1,1%. Die Malaise wird noch verstärkt durch einen möglichen Kollaps der US-Autoindustrie.
Ausblick Der DAX begann heute Morgen unter Führung von Fi-nanz- und Konjunkturwerten schwach. Eine technische Erholung sollte möglich sein, falls die US-Indikatoren nicht noch schlechter ausfallen als erwartet.
Pressekonferenzen 12. März 2007 (IfW-Konjunkturprognose für März) 23. November 2006 (Ifo-Geschäftsklima-Index für November) 12. Oktober 2001 (Einzelhandelsumsätze für August) 11. September 2001 (Handelsbilanz für Juli)
Wirtschaftsdaten 08. Januar 2009 (ISAE Konjunkturprognose) 08. Januar 2009 (Industrieaufträge für November) 07. Januar 2009 (Arbeitslosenzahlen für Dezember) 06. Januar 2009 (Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen für Dezember) 05. Januar 2009 (sentix Konjunkturindex für Januar) 30. Dezember 2008 (Verbraucherpreise für Dezember) 22. Dezember 2008 (IfW Konjunkturprognose) 22. Dezember 2008 (GfK Konsumklima für Januar) 22. Dezember 2008 (Außenhandelspreise für November) 19. Dezember 2008 (Daten zum Bauhauptgewerbe für Oktober)