AnlageFlash SEB
13. Oktober 2008, 12:18
Deutschland/Europa Auch zum Ende der Handelswoche hat es an den euro-päischen Börsen Verluste gegeben. Zum Handelsauftakt brachen die Indizes stark ein und verloren teilweise über 10%. Im Lauf des Tages stabilisierten sich die Kurse leicht, am negativen Gesamtbild ändert das jedoch kaum etwas. Der DAX verlor 7%, der EuroStoxx 7,9%. Viele Werte verzeichneten zweistellige Verluste, die Deutsche Bank verlor 16,1%, Infineon 13,7%, die Royal Bank of Scotland sogar 25,3%. Ausnahme war wieder einmal VW, die 15,2% zulegen konnten.
USA/Welt An den amerikanischen Börsen ging es am Freitag eben-falls noch einmal bergab. Allerdings war die Tendenz nicht mehr eindeutig nach unten gerichtet, der Dow Jones (-1,5%) notierte zwischenzeitlich mehrmals im Plus. Die Wochenbilanz fällt mit mehr als -18% für den Dow Jones und den S&P 500 sehr schlecht aus. Im Tauziehen um Wachovia hat sich Wells Fargo gegen die Citibank durch-gesetzt. Außerdem gab es Medienberichte, dass General Motors die Übernahme von Chrysler in Erwägung zieht. Beide Autokonzerne sind momentan angeschlagen. Die asiatischen Börsen zeigten sich zu Wochenbeginn erholt, die Börse in Tokio blieb wegen eines Feiertages ge-schlossen.
Ausblick Zum Wochenauftakt besteht Hoffnung auf eine Erholung. Der DAX konnte zum Auftakt deutlich zulegen. Im Laufe des Wochenendes kamen deutliche Signale von den Regierungen weltweit, dass sie mit allen Mitteln gegen die Krise vorgehen werden. Die G7-Finanzminister be-schlossen bei ihrem Treffen einen Aktionsplan und be-kräftigten, dass sie die Pleite einer wichtigen Bank auf keinen Fall zulassen würden. Die Bundesregierung plant ein umfassendes Unterstützungspaket für Banken mit einem Volumen von bis zu 400 Mrd. Euro. Zu den Maß-nahmen gehören sowohl Bürgschaften, um den Interban-kenhandel wieder in Schwung zu bringen, als auch die Unterstützung mit Kapital. Der Plan steht im Rahmen eines Schutzschirms für das gesamte Bankensystem in der Eurozone, das bei einem Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschef der 15 Länder beschlossen wurde. Eine Teilverstaatlichung von Banken wird dadurch möglich.
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