Deutschland/Europa Die europäischen Indizes legten nach den Kursverlusten
der Vortage eine Verschnaufpause ein-zumindest bis
kurz vor Handelsschluss. Vor allem die Kurse von Finanzwerten
legten zu. Die EZB kündigte weitere Erleichterungen
bei der Refinanzierung an. Im Laufe des Handelstages
setzte sich die negative Stimmung jedoch
wieder durch. Angesichts des unsicheren Marktumfeldes
entschied das Bundesfinanzministerium den Börsengang
der Bahn auf voraussichtlich Frühjahr 2009 zu verschieben.
Kurz vor Handelsschluss rutschen die Kurse dann
wieder ins Minus, der DAX schloss unter 5.000 Punkte,
der EuroStoxx verlor 2,4%. Verantwortlich hierfür waren
vor allem die Verluste von Eon (-10,7%) und RWE
(-9,6%). Infineon gaben sogar um 13,7% nach. Die
Commerzbank (+8,0%) und Hypo Real Estate (+7,0%)
waren die größten Gewinner. Auch im EuroStoxx gerieten
die Versorger unter Druck, GdF Suez verloren 12,4%,
Enel 8,5%.
USA/Welt Gleichzeitig mit dem Absacken der Kurse in Europa fielen
auch die Indizes in den USA. Der Dow Jones wie der
S&P gaben im weiteren Verlauf über 7% ab und fielen auf
Stände wie zuletzt vor über fünf Jahren. Die Liste der
negativen Nachrichten ist lang, dazu gehören eine drohende
Ratingabstufung für General Motors (-31%) oder
auch die hohen Verluste des Versicherers Prudential
(-26%). IBM konnte gute Zahlen veröffentlichen, gewann
jedoch nur 1%. Dem Abwärtssog konnte sich kaum ein
Markt entziehen. In Australien fiel der Leitindex auf den
tiefsten Stand seit 20 Jahren. Lateinamerika und Asien
fielen ebenso, teilweise um bis zu 10%. Yamato Life
Insurance ist als erstes japanisches Finanzinstitut in
Folge der Krise zusammen gebrochen. Der Nikkei fiel auf
ein Fünfjahrestief. Erneut blieben weltweit mehrere Börsen
geschlossen.
Ausblick Die negativen Vorgaben belasten die Börsen zum Handelsstart
stark. Nach den massiven Verkäufen ist eine
technische Erholung im Handelsverlauf möglich. Impulse
könnten vom Treffen der G7 Finanzminster und Notenbankchefs
kommen.
Pressekonferenzen 12. März 2007 (IfW-Konjunkturprognose für März) 23. November 2006 (Ifo-Geschäftsklima-Index für November) 12. Oktober 2001 (Einzelhandelsumsätze für August) 11. September 2001 (Handelsbilanz für Juli)
Wirtschaftsdaten 21. November 2008 (Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen für November) 21. November 2008 (Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe für November) 20. November 2008 (ifo Weltwirtschaftsklima für das 4. Quartal) 20. November 2008 (Erzeugerpreise für Oktober) 19. November 2008 (Baugenehmigungen für die ersten drei Quartale) 14. November 2008 (DIW Konjunkturbarometer für November) 14. November 2008 (Verbraucherpreise für Oktober) 13. November 2008 (EZB Monatsbericht für November) 13. November 2008 (BIP für das 3. Quartal) 12. November 2008 (IEA The World Energy Outlook)