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Deutschland
Ölpreis-Future: Wo ist das Ende der Fahnenstange?
HSBC


04. Juli 2008, 11:03

Technische Analyse
Der Langfristchart des Ölpreis-Future verdeutlicht eindrucksvoll die dynamische Aufwärtsentwicklung, die das „schwarze Gold“ seit Ende 1998 durchlaufen hat. Von Seiten der technischen Analyse sprechen aber eine Reihe von Faktoren gegen ein Fortschreiben des laufenden Aufwärtsimpulses. So ist der Ölpreis zuletzt sowohl aus dem Haussetrendkanal seit November 2001 als auch aus dem steileren, seit Januar 2007 bestehenden Pendant (obere Trendkanalbegrenzungen akt. bei 129 USD bzw. 136 USD) nach oben ausgebrochen. Ein solcher doppelter „Channelbuster“ ist häufig ein Indiz für eine Übertreibung. Die Parallele (akt. bei 156 USD) zum Basisaufwärtstrend seit Dezember 1998 begrenzt zudem das weitere Aufwärtspotential. Diese Sichtweise bestätigen auch die quantitativen Indikatoren. Während RSI und Stochastik tief in ihren jeweiligen Extremzonen notieren, weist auch das MACD eine historisch hohe Spreizung zwischen den beiden MACD-Linien aus. Gleichzeitig ist die Trenddynamik-gemessen am ADX-kaum noch zu steigern. Darüber hinaus zeichnet sich der gesamte Aufwärtsimpuls seit Ende 1998 durch eine fünfwellige Struktur (siehe Chart) aus. Das Ende der Welle 5 markiert häufig ein wichtiges Markttop.

So sieht ein reifer Trend aus
Aufgrund des beschriebenen Szenarios muss der laufenden Ölpreisrallye ein hoher Reifegrad bescheinigt werden. Wird nun auch noch die Parallele zum Basisaufwärtstrend seit 1998 ausgelotet, sollten Anleger über Gewinnmitnahmen nachdenken. Als Signalgeber für eine Korrektur dient ein Rückfall in den o. g. steilen Haussetrend seit Januar 2007.




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